Eröffnungsfilm der 16. Allgäuer Filmkunstwochen
1950 -1954 errichtete die Bayerischer Wasserkraft AG (BAWAG) bei Roßhaupten die Lechstaustufe 1. Ein lang geplantes Jahrhundertprojekt wurde Wirklichkeit. Zu den herausragenden technischen Errungenschaften des Kraftwerks zählen unter anderem das sogenannte „Hosenrohr“, der größte Druckstollen seiner Zeit, sowie der Einsatz moderner Kaplanturbinen, die bei einer Fallhöhe von 34 Metern betrieben wurden. Diese Elemente galten damals als absolute Superlative und zeugen von der Innovationskraft der Ingenieure.
Ein von Thomas Häring hochwertig digitalisierter Originalfilm, der ursprünglich im Auftrag der BAWAG als 35-mm-Kinofilm gedreht wurde, dokumentiert eindrucksvoll die gesamte Bauphase. Der Film bietet einen einzigartigen Einblick in die Meisterleistung deutscher Ingenieurskunst, von der detaillierten Planung, über die Bauarbeiten bis hin zur feierlichen Einweihung des Lechspeichers im Jahr 1954.
Königscard und Schlemmerblock gelten bei dieser Veranstaltung nicht!
Wann: Donnerstag, den 01.10.2026 um 19:30 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Reservierung unter: info@filmburg.de
Um die legendäre Hammond B3 aus den 50er Jahren gründet sich SCHWAIGER’S HAMMOND CLUB als modernes Vintage-Organ-Trio.
Thomas Schwaiger, Jahrgang 1964, studierte Kirchenmusik und Komposition am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Sein Tätigkeitsbereich als Pianist, Organist und Komponist, Dirigent und Produzent, live und im Studio umfasst Musik für Projekte und Medien jeder Art. Seine aktuelle Herzensangelegenheit ist es, frische Ideen für das Orgel-Trio umzusetzen.
Tom Förster, Jahrgang 1998, studierte Jazz-Saxophon an der Hochschule für Musik und Theater in München. Mit aktuell rund 120 Konzerten pro Jahr zählt er inzwischen zu den gefragtesten Saxophonisten Süddeutschlands. So ist er Mitglied u.a. bei „Jazzrausch Bigband“ und „Soulkitchen“, schreibt Musik für seine „Tom Förster Group“ und wird für alle Genres, von den „Heavytones“, bis zum Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, immer gern gebucht.
Christoph Holzhauser, Jahrgang 1984, studierte Jazz-Drums an der Hochschule für Musik in Würzburg. Größere Bekanntheit erreichte er als Mitglied der HipHop-Brass Band „MOOP MAMA“, mit der er regelmäßig durch Deutschland, Österreich und die Schweiz tourt. Darüber hinaus ist er als Drummer live und im Studio bei Acts unterschiedlichster Größe und Stilistik gefragt.
Wann: 02.10.2026 um 20 Uhr
Wo: auf der filmburg-Bühne
Eintritt: 25,- / 20,-
Reservierung unter: info@filmburg.de
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.
Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit überblendet VATERLAND den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble.
Wann: Samstag, den 03.10.2026 um 20 Uhr
Samstag, den 10.10.2026 um 20 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Forggensee-Film kehrt zu einer einzigen Vorstellung ins Kino zurück.
Am 25. April 2024 feierte der Film „Der Forggensee- Ein neuer See im alten Bett“ seine Premiere hier in der filmburg. Jetzt kehrt der Besuchermagnet im Rahmen der Allgäuer FilmKunstWochen am Sonntag, den 04.10.2026 um 17 Uhr wieder ins Kino zurück.
Als Marktoberdorfer Filmemacher habe ich zusammen mit Hubert Jäger 10 Jahre an der Dokumentation gearbeitet. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Bereits nach wenigen Monaten verzeichnete der Film über 6000 Zuschauerinnen und Zuschauer.
1954 wurde der Lech von Roßhaupten bis Füssen zum Forggensee aufgestaut, Deutschland größter Stausee war geboren. In einer Symbiose von Poesie und Dokumentation erzählt der Film die außergewöhnliche Geschichte vom Werden und Vergehen eines Sees der zweimal geboren wurde. Es ist mehr als nur eine Dokumentation – denn der Forggensee selber erzählt in eigener poetischer Sprache seine ureigenste Geschichte. Aufwendig restauriertes historisches Filmmaterial macht die Vergangenheit lebendig. Verlust und menschliche Tragödien.
Ein Kampf zwischen Bewahrung und Fortschritt. Neu erzählt. Neu verfilmt.
5,- um 5 Uhr, Königscard, Schlemmerblock gelten bei dieser Veranstaltung nicht!
Wann: Sonntag, den 04.10.2026 um 17 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Reservierung unter: info@filmburg.de
Ein Schloss. Ein König. Eine Vision.
Wo einst König Ludwig II. von der Verbindung von Architektur und Musik träumte, erklingen heute wieder große Stimmen. Nach langer Stille wird Neuschwanstein neu zum Klangraum. Vor der Kulisse des UNESCO-Weltkulturerbes Schloss Neuschwanstein werden Konzerte mit internationalen Solist:innen zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.
„Der Klang von Neuschwanstein“ erzählt die Geschichte eines Ortes, der wie kein anderer für die Verbindung von Kunst, Architektur und Vision steht. König Ludwig II. ließ Schloss Neuschwanstein einst als klingende Bühne für die Musik Richard Wagners errichten – ein Ort, an dem sich seine Sehnsucht nach einer idealen Welt erfüllen sollte. Doch dieser Traum blieb unvollendet.
Nach Jahrzehnten der Stille wird Neuschwanstein heute neu entdeckt: als außergewöhnlicher Konzertort unter freiem Himmel. Der Film begleitet die Wiederbelebung der Neuschwanstein Konzerte und führt zugleich zurück zu ihren Ursprüngen – zu König Ludwig II. und seiner Leidenschaft für Musik sowie seiner radikalen Vorstellung von Kunst.
In eindrucksvollen Bildern, mit internationalen Solist:innen und Einblicken hinter die Kulissen entsteht ein vielschichtiges Bild: von einem König zwischen Realität und Fantasie, von einem Schloss zwischen Mythos und Gegenwart und von Künstler:innen, die diesen Ort heute neu zum Klingen bringen.
So wird Neuschwanstein selbst zur Bühne – und ein jahrhundertealter Traum endlich hörbar.
Wann: Sonntag, den 04.10.2026 um 20 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Südtirol, 1961. Die norditalienische Region wird durch eine Serie von separatistischen Bombenanschlägen erschüttert. Während der junge Bauernsohn Paul der Perspektivlosigkeit seines Dorfes entkommen und Malerei studieren will, kämpft sein älterer Bruder Anton kompromisslos für den Schutz der deutschsprachigen Minderheit – notfalls mit Gewalt. Nachdem Anton als einer der Attentäter enttarnt wird, flieht er und lässt Hof und Familie zurück. Widerwillig verschiebt Paul seine eigenen Pläne, um Antons Frau Anna und ihren kleinen Sohn zu unterstützen. Während die Lage eskaliert und die italienische Polizei hart durchgreift, beginnt Anna sich zunehmend gegen die patriarchalen Strukturen ihres Umfelds zu wehren. Paul hingegen muss sich entscheiden – zwischen familiärer Loyalität und persönlicher Selbstverwirklichung.
In seinem Kinodebüt beleuchtet Regisseur Michael Kofler packend und eindringlich die Ereignisse rund um die „Feuernacht“ in Südtirol. Thomas Prenn (HOCHWALD) und Laurence Rupp (VENI VIDI VICI) überzeugen als gegensätzliches Bruderpaar an der Seite von Aenne Schwarz (LEIBNIZ – CHRONIK EINES VERSCHOLLENEN BILDES) als moderne Vordenkerin.
Wann: Montag, den 05.10.2026 um 20 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Im postrevolutionären Teheran der 1990er-Jahre wagt die Literaturprofessorin Azar Nafisi einen stillen Akt des Widerstands: In ihrer Wohnung versammelt sie heimlich sechs ihrer Studentinnen zu einem privaten Lesekreis. Gemeinsam tauchen sie in die verbotenen Werke der westlichen Literatur ein – von Vladimir Nabokov über F. Scott Fitzgerald und Henry James bis hin zu Jane Austen. Inmitten politischer Repression und religiöser Kontrolle wird das Lesen zu einem Akt der Selbstermächtigung, der die Frauen zum Reflektieren über Freiheit, Liebe und Identität inspiriert.
Mit LOLITA LESEN IN TEHERAN erzählt Eran Riklis (LEMON TREE) die wahre Geschichte von Azar Nafisi – basierend auf ihrem gleichnamigen internationalen Bestseller. Entstanden ist ein zutiefst bewegendes Drama über Mut, Hoffnung und die stille Kraft der Worte. In poetischen Bildern und getragen von einem herausragenden Ensemble um Golshifteh Farahani und Zar Amir zeigt der Film eindrucksvoll, wie Literatur selbst in den dunkelsten Zeiten Räume innerer Freiheit schaffen kann.
Wann: Dienstag, den 06.10.2026 um 20 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Was sind das für Zeiten, in denen für sicher geglaubte demokratische Spielregeln unsicher werden, in denen manchmal nur noch das Recht des Stärkeren zählt, in denen Politiker gierig, schäm- und rücksichtslos ihre Macht demonstrieren. Dieses Thema greift der Dokumentarfilm „Das Arturo Projekt“ des Landsberger Filmemachers Robert Fischer auf. Er begleitet eine innovative. spektakuläre Aufführung des Brecht-Stücks „Der Aufstieg des Arturo Ui“ in einem Zirkuszelt. Das Theater Wasserburg, „Die Stelzer“ Landsberg, der Wander-Zirkus „ Boldini und ein Orchester beschlossen 2019 sich auf ein gewagtes Experiment einzulassen. Schauspieler, Musiker und Artisten bündelten ihre kreativen Kräfte um das bekannte Stück, das die Warnung vor dem Aufstieg eines Diktators darstellt, aufzuführen.
Die Handlung: Arturo Ui will nach oben. Koste es, was es wolle. Bestechung, Korruption, Mord, Betrug, egal. Hauptsache es geht an die Spitze. Unter Ausnutzung einer wirtschaftlichen Krise, mit Redekunst und Hetze gelingt Arturo Ui ein erschreckend einfacher politischer Aufstieg. Mit der Moral ist es in Zeiten der Krise nicht weit her. Und so wird ein Niemand mit unverhohlener Dreistigkeit zum Chef eines Imperiums. Das kleine Zirkuszelt wird zu ganz großem Theater, die Manege mutiert zur Bühne, ein Gangster entpuppt sich als Clown, seine Gegenspieler tanzen auf Stelzen, Zirkusnummern verschmelzen mit Theaterszenen, Schauspieler werden zu Artisten und das Lachen bleibt einem im Halse stecken. Ein außergewöhnlicher Filmgenuss auf der Basis eines realen Theaterspektakels. Deshalb: Manege frei, Vorhang auf und Film ab!
Wann: Mittwoch, den 07.10.2026 um 20:00 Uhr
Freitag, den 09.10.2026 um 19:30 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Waller (alt: Rolf Illig, jung: Herbert Knaup) kontrolliert schon sein Leben lang eine Bahnlinie im Allgäu. Als die Strecke stillgelegt werden soll, macht er einen letzten Kontrollgang und schreitet dabei die Stationen seiner eigenen Biografie ab, angefangen mit der Kindheit in den 1920er Jahren, seine ersten Berufserfahrungen über den Verlust des besten Freundes, der 1941 nicht mehr von der Front zurückgekehrt ist, bis hin zur verbotenen Liebe zu Angelika nach dem Krieg.
Bayerischer Filmpreis 1988
Wann: Samstag, den 10.10.2026 um 17 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Sie ist das Paradies nebenan - die Wiese. Nirgendwo ist es so bunt, so vielfältig und so schön, wie in einer blühenden Sommerwiese. Hunderte Arten von Vögeln, Heuschrecken, Zikaden und anderen Tieren leben zwischen den Gräsern und farbenprächtig blühenden Kräutern der Wiese. Das Zusammenspiel der Arten, die Abhängigkeit der Tiere und Pflanzen voneinander, macht die Blumenwiese zu einem Kosmos, in dem es unendlich viel zu entdecken gibt. Eine faszinierende Welt, in der ein Drittel unserer Pflanzen- und Tierarten zu Hause ist. In nie gesehenen Bildern und mit großem, technischen Aufwand gedreht, stellt die Dokumentation einige der schönsten, liebenswertesten und skurrilsten Bewohner unserer Wiese vor. Der Hauptdarsteller des Filmes ist ein junges Reh, das ein Leben zwischen Waldrand und Wiese führt und den Zuschauer mitnimmt auf seine Abenteuer. DIE WIESE - EIN PARADIES NEBENAN führt die Zuschauer in eine Welt, die jeder zu kennen glaubt, und die doch voller Wunder und Überraschungen steckt.
Dank neuester Technik und unter Einsatz eines erstklassigen Kamerateams eröffnet der Film einen völlig neuen Blick auf das heimische Naturspektakel. Gleichzeitig ist der Film, der von der Deutschen Wildtier Stiftung gefördert wurde, ein Aufruf zum achtsamen Umgang mit einem Lebensraum, dessen fortschreitender Rückgang schwerwiegende Auswirkungen haben könnte.
Wann: Sonntag, den 11.10.2026 um 11 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Das Quartet hat sich 1983 gegründet. Unzählige Konzerte führten sie weltweit auf renommierte Musikfestivals wie Ruhrtriennale, Berliner Festwochen, Bregenzer Festspiele, Singapore Arts Festival, Nancy Jazz Pulsation und berühmte Konzerthäuser wie Gewandhaus Leipzig, Opéra National de Bordeaux, Philharmonie Köln oder Lincoln Center New York. Tourneen durch die USA, West-Afrika, Naher Osten, Südostasien und die Zusammenarbeit mit Charlie Mariano, Joan Baez, Mercedes Sosa, Konstantin Wecker, Klaus Doldinger, Joe Haider, Ensemble Sarband, Oslo Chamber Orchestra erweiterten den musikalischen Horizont.
Das Quartett wurde ausgezeichnet mit dem Musikförderpreis der Stadt München, Stipendium der Bundeskulturstiftung, GEMA Stipendium Neustart Kultur Stipendium. 2023 und 2024 machte das Quartett Furore mit der Schaffung zweier Bühnenwerke: „Warhol - ein Anti Musical“ („...diesmal hat das Quartett ein Meisterwerk in die Welt gesetzt.“ Süddeutsche Zeitung) im Gasteig HP8 und „Falsche Götter“ bei den Nibelungenfestspielen.
Das Modern String Quartet erforscht die enormen Einflüsse von Miles Davis' Arbeit und würdigt zu seinem 100. Geburtstag sein bahnbrechendes Schaffen – von Birth of the Cool bis Tutu – und präsentiert Arrangements, die alle Schaffensphasen umfassen, ergänzt durch neue Werke, inspiriert von seinem Vermächtnis.
Happy Birthday, Miles Davis!
Wann: 11.10.2026 um 19 Uhr
Wo: auf der filmburg-Bühne
Eintritt: 25,- / 20,-
Reservierung unter: info@filmburg.de
Mit eindrucksvollen Fotografien, Filmsequenzen und persönlichen Erzählungen nimmt Markus Mauthe das Publikum mit in einige der faszinierendsten und zugleich bedrohten Regionen Markus Mauthe unserer Erde. In seiner Live-Reportage „Die Reise zum Klima“ berichtet der Naturfotograf und Filmemacher von seinen Reisen durch verschiedene Teile der Welt und zeigt dabei die Schönheit unseres Planeten ebenso wie die spürbaren Folgen der Klimakrise. So entsteht ein bewegender Abend, der informiert, berührt und Mut macht, sich gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen.
Wann: Montag, den 12.10.2026 um 19 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 5 Euro (bezuschusster Sonderpreis)
Was ist echt? Was ist falsch? Und wer entscheidet, was ein ORIGINAL ist?
In der Fälscherstadt Dafen malen tausende Künstler Tag und Nacht die Meisterwerke von van Gogh, Monet und Rembrandt – Millionen Bilder jedes Jahr, die rund um die Welt verkauft werden. Stanislaw Mucha wirft einen humorvollen und scharfen Blick auf Originale, Kopien und den Wert der Kunst – ein faszinierender Dokumentarfilm über Kreativität im Zeitalter der unbegrenzten Reproduktion.
In der südchinesischen Fälscherstadt Dafen entstehen täglich Millionen Meisterwerke: Tausende Maler kopieren die Ikonen der Kunstgeschichte – von van Gogh bis Monet – während Familien mitten unter den Bildern leben, schlafen und träumen. Ein Richter für 30 Euro, ein kleiner van Gogh für 45, Monets Seerosen für 120, Rembrandts Selbstporträts für 150 – sogar das Lächeln der Mona Lisa ist zu haben. Jährlich verlassen über 10 Millionen Bilder die Ateliers – in Großbestellungen nach Europa und Amerika.
Doch wer sind die Menschen, die diese kunstvollen Kopien erschaffen? Einzigartig und humorvoll erzählt von Stanislaw Mucha.
Wann: Dienstag, den 13.10.2026 um 20 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Was bedeutet es, in der heutigen, restriktiven Welt Mädchen zu sein?
6 Mädchen aus 6 Ländern erzählen von ihrer Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben, ihrem Wunsch, sich zu verlieben, ohne Bevormundung, gleichberechtigt, ohne fremde Macht über ihre eigenen Körper.
Wir sehen Nancy, Sheelan, Selenna, Nina, Paige und Sinai, 14-16 Jahre alt, bei ihren selbstbewussten Entscheidungen in schwierigen Situationen, bei ihrem mutigen Kampf gegen brutale Traditionen wie die Beschneidung, gegen gesellschaftliche Zwänge und Druck, gegen Schönheitswahn und Vorurteile.
Die Länder, in denen die Protagonistinnen leben, sind nicht nur kilometerweit voneinander entfernt, auch ihre Lebensbedingungen, ihre Bildungschancen und ihre Rechte als Frauen in ihrer Gesellschaft unterscheiden sich erheblich.
Zu Gast: Sigrid Klausmann und Walter Sittler
Wann: Mittwoch, den 14.10.2026 um 20 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Der Allgäuer Autor und Filmemacher Leo Hiemer kommt wieder in die filmburg. Doch nicht mit einen seiner vielen Filme, sondern seinem ersten Soloprogramm L’EOS LOUNGE. An diesem Abend lädt er Sie zu einer persönlichen und unterhaltsamen Begegnung mit seinen Texten, Geschichten und Erinnerungen ein. Im Mittelpunkt stehen eigene Texte, die vom Leben, vom Filmen und von den besonderen Menschen und Landschaften des Allgäus erzählen. Dabei blickt Hiemer nicht nur auf seine künstlerische Arbeit zurück, sondern gibt auch Einblicke in Erfahrungen, Beobachtungen und Begegnungen, die ihn über viele Jahre geprägt haben.
Begleitet und gewürzt wird das Programm durch selbstgemachte Musik am Digi-Piano. So entsteht eine Mischung aus Lesung, Erzählabend und musikalischer Lounge-Atmosphäre, die nachdenkliche, humorvolle und überraschende Momente miteinander verbindet. Es erwartet euch ein Abend, der Nähe schafft und Raum für Geschichten lässt.
Zur Filmburg hat Leo Hiemer eine besondere Verbindung: Alle seine Filme hat er im Laufe der Jahre in der filmburg vorgestellt. Mit der Leiterin Monika Schubert verbindet ihn zudem eine langjährige Freundschaft, die diesem Auftritt einen besonders persönlichen Rahmen gibt. Für das Publikum bietet sich damit die Gelegenheit, Leo Hiemer nicht nur als Filmemacher, sondern auch als Erzähler, Musiker und Allgäuer Original zu erleben.
Wann: Donnerstag, den 15.10.2026 um 20 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Oli Bott studierte Vibraphon und Komposition und lebt als freischaffender Musiker in Berlin. Er erhielt Stipendien des Berliner Senats und gewann internationale Preise, darunter den NDR-Musikpreis für Jazzdirigenten und den Wayne Shorter Award. In seiner Musik verbindet er Klassik, Jazz, Rock und Weltmusik zu eigenen improvisierten Geschichten. Sein Spektrum reicht von der rumänischen Rockband ZMEI3 über Projekte mit der Cellistin Anna Carewe und dem Sheridan Ensemble bis zu seinem Jazz Trio CHRONICLES OF JAZZ und dem Jazz Quartett CONTENT. Bott unterrichtet seit 2001 Improvisation für klassisch ausgebildete Musikerinnen und Musiker.
Arnulf Ballhorn ist seit über 20 Jahren Bassist im Orchester der Komischen Oper Berlin und wirkt dort auch in kammermusikalischen und interkulturellen Projekten mit. Er studierte Kontrabass bei Prof. Rainer Zepperitz. Neben der Orchesterarbeit prägen zeitgenössische und klassische Kammermusik, Jazz, Tango und E-Bass sein Profil. Impulse erhielt er u. a. von Miroslav Vitous, Gary Willis und Jonas Hellborg sowie durch Projekte mit Zmei3, dem Glorvigen-Trio und Dagmar Manzel. Er betreibt ein eigenes Label und Studio.
Kay Lübke studierte an der Hanns Eisler HfM in Berlin und ist seit vielen Jahren in der Berliner Musikszene aktiv. Als vielseitiger Schlagzeuger spielte u. a. mit Silke Eberhard, Uschi Brüning, Uli Gumpert, David Liebmann, Majid Bekkas, Till Brönner, Kris Davis und Gitte Henning. Konzertreisen führten ihn durch die ganze Welt. Stilistisch bewegt er sich offen zwischen Bluesrock, frei improvisierter Musik und Bigband-Jazz. Mehrfach wurde er mit dem Studiopreis des Berliner Senats ausgezeichnet; außerdem spielte er in der Palazzo-Varieté-Hausband „The Lonely Hearts“ und am Hans Otto Theater Potsdam.
Wann: 16.10.2026 um 20 Uhr
Wo: auf der filmburg-Bühne
Eintritt: 25,- / 20,-
Reservierung unter: info@filmburg.de