Was sind das für Zeiten, in denen für sicher geglaubte demokratische Spielregeln unsicher werden, in denen manchmal nur noch das Recht des Stärkeren zählt, in denen Politiker gierig, schäm- und rücksichtslos ihre Macht demonstrieren. Dieses Thema greift der Dokumentarfilm „Das Arturo Projekt“ des Landsberger Filmemachers Robert Fischer auf. Er begleitet eine innovative. spektakuläre Aufführung des Brecht-Stücks „Der Aufstieg des Arturo Ui“ in einem Zirkuszelt. Das Theater Wasserburg, „Die Stelzer“ Landsberg, der Wander-Zirkus „ Boldini und ein Orchester beschlossen 2019 sich auf ein gewagtes Experiment einzulassen. Schauspieler, Musiker und Artisten bündelten ihre kreativen Kräfte um das bekannte Stück, das die Warnung vor dem Aufstieg eines Diktators darstellt, aufzuführen.
Die Handlung: Arturo Ui will nach oben. Koste es, was es wolle. Bestechung, Korruption, Mord, Betrug, egal. Hauptsache es geht an die Spitze. Unter Ausnutzung einer wirtschaftlichen Krise, mit Redekunst und Hetze gelingt Arturo Ui ein erschreckend einfacher politischer Aufstieg. Mit der Moral ist es in Zeiten der Krise nicht weit her. Und so wird ein Niemand mit unverhohlener Dreistigkeit zum Chef eines Imperiums. Das kleine Zirkuszelt wird zu ganz großem Theater, die Manege mutiert zur Bühne, ein Gangster entpuppt sich als Clown, seine Gegenspieler tanzen auf Stelzen, Zirkusnummern verschmelzen mit Theaterszenen, Schauspieler werden zu Artisten und das Lachen bleibt einem im Halse stecken. Ein außergewöhnlicher Filmgenuss auf der Basis eines realen Theaterspektakels. Deshalb: Manege frei, Vorhang auf und Film ab!
Am Mittwoch, den 07.10.2026 werden der Filmemacher Robert Fischer sowie der Schauspieler und Produzent Wolfgang Haug zu Gast in der filmburg sein.
Wann: Mittwoch, den 07.10.2026 um 20:00 Uhr
Freitag, den 09.10.2026 um 19:30 Uhr
Wo: auf der Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Robert Wilhelm, 1977 in Heidelberg geboren, war schon früh lieber mit Stift, Farbe und Ideen unterwegs als ohne. Plattencover, Schultische und T-Shirts wurden zu seinen ersten Leinwänden. Hip-Hop, Graffiti und später das Snowboarden wurden schnell zu seinen großen Antrieben. Im Rhein-Neckar- und Rhein-Main-Gebiet lernte er von der Szene, probierte aus und entwickelte Schritt für Schritt seinen eigenen Stil – direkt, bunt und voller Bewegung.
Nach seinem Diplomabschluss 2000 in Mannheim zog es ihn ins Allgäu – näher an die Berge und ans Snowboard. Gleichzeitig blieb Graffiti immer präsent: mit Jams, Ausstellungen, Reisen durch Europa und 2002 dem „Stylefilecorner“ in Aschaffenburg. 2003 machte sich Robert selbstständig und zog nach Innsbruck. Dort entstanden Ausstellungen, Arbeiten für „viva mixery raw deluxe“ und viele Wand- und Fassadengestaltungen in Österreich und Italien. Seit 2006 lebt und arbeitet er wieder im Allgäu. In seinem Atelier verbindet er Graffiti, freie Malerei und Snowboard-Designs – immer mit viel Farbe, Energie und dem Wunsch, Dinge in Bewegung zu bringen.
Für Robert fühlt sich Graffiti ähnlich frei an wie Snowboarden: spontan, direkt und voller Flow. Genau diese Verbindung zeigt er bei der „Art on Snow“ mit seiner neuesten Board-Designserie – inspiriert von Graffiti, Bewegung und dem Gefühl von Freiheit.
Wann: Donnnstag, den 08.10.2026 um 20 Uhr
Wo: auf der Bühne & Leinwand
Eintritt: 10 Euro
Das Quartet hat sich 1983 gegründet. Unzählige Konzerte führten sie weltweit auf renommierte Musikfestivals wie Ruhrtriennale, Berliner Festwochen, Bregenzer Festspiele, Singapore Arts Festival, Nancy Jazz Pulsation und berühmte Konzerthäuser wie Gewandhaus Leipzig, Opéra National de Bordeaux, Philharmonie Köln oder Lincoln Center New York. Tourneen durch die USA, West-Afrika, Naher Osten, Südostasien und die Zusammenarbeit mit Charlie Mariano, Joan Baez, Mercedes Sosa, Konstantin Wecker, Klaus Doldinger, Joe Haider, Ensemble Sarband, Oslo Chamber Orchestra erweiterten den musikalischen Horizont.
Das Quartett wurde ausgezeichnet mit dem Musikförderpreis der Stadt München, Stipendium der Bundeskulturstiftung, GEMA Stipendium Neustart Kultur Stipendium. 2023 und 2024 machte das Quartett Furore mit der Schaffung zweier Bühnenwerke: „Warhol - ein Anti Musical“ („...diesmal hat das Quartett ein Meisterwerk in die Welt gesetzt.“ Süddeutsche Zeitung) im Gasteig HP8 und „Falsche Götter“ bei den Nibelungenfestspielen.
Miles Davis, geboren am 26. Mai 1926 in Alton, Illinois, gilt als einer der einflussreichsten Musiker der Jazzgeschichte. Schon früh entwickelte er einen unverwechselbaren Trompetenstil, der den Jazz immer wieder neu definierte. Seine kühle, experimentierfreudige Art und sein Mut, musikalische Grenzen zu sprengen, machten ihn zu einer Legende. Mehr als einmal wurde ihm zugeschrieben, ein neues Zeitalter des Jazz eingeleitet zu haben. Mit Alben wie Kind of Blue und Bitches Brew setzte er Meilensteine, die Generationen von Musiker:innen bis heute inspirieren. Davis war nicht nur Trompeter, sondern auch Komponist und visionärer Bandleader – stets getrieben von der Suche nach neuen Klängen.
Das Modern String Quartet erforscht die enormen Einflüsse von Miles Davis' Arbeit und würdigt zu seinem 100. Geburtstag sein bahnbrechendes Schaffen – von Birth of the Cool bis Tutu – und präsentiert Arrangements, die alle Schaffensphasen umfassen, ergänzt durch neue Werke, inspiriert von seinem Vermächtnis.
Happy Birthday, Miles Davis!
Wann: 11.10.2026 um 19 Uhr
Wo: auf der filmburg-Bühne
Eintritt: 25,- / 20,-
Reservierung unter: info@filmburg.de
Erleben Sie in Kooperation mit der Servicestelle Klima des Landratsamt Ostallgäus die Live-Reportage mit Markus Mauthe.
Mit eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen, ausdrucksstarken Porträts und einzigartigen Filmsequenzen zeichnet der Naturfotograf Markus Mauthe ein künstlerisches Porträt unserer Erde, das zum Träumen und Nachdenken einlädt. Für sein Projekt reiste er in Weltregionen, in denen das Klima zu kippen droht, um die Folgen der Klimakrise für Menschen und Biodiversität sichtbar zu machen. Er berichtet von Recherchereisen in die Sahelzone Senegals und den Amazonaswald Brasiliens, nimmt das Publikum mit in die kanadische Tundra und die Eiswelten Grönlands und zeigt die faszinierende Unterwasserwelt der Galapagos-Inseln sowie der Korallenriffe Australiens. Zugleich richtet Mauthe seine Kamera auf die drastischen Auswirkungen der Klimakrise: Überschwemmungen, Küstenerosion, Trockenheit, Waldbrände und auftauende Permafrostböden sind für viele Menschen bereits Realität. Vor Ort spricht er mit Betroffenen über Aktivismus, Hoffnungen und Ideen, wie wir unseren Planeten schützen können. Mit seiner Live-Reportage möchte Mauthe dazu beitragen, dass Menschen zusammenstehen: „Nur gemeinsam können wir die großen Probleme unserer Zeit lösen!“ „Die Reise zum Klima“ ist ein leidenschaftlicher Appell, gemeinsam an einer nachhaltigen Gesellschaft, einem gesunden Planeten und einer fairen, lebenswerten Zukunft für alle zu bauen.
Markus Mauthe, geboren 1969, ist Fotograf, Filmemacher, Autor und Vortragsreferent. Neugier und Abenteuerlust führten ihn früh zur Naturfotografie. Das Privileg des Reisens und die dabei gewonnenen Erfahrungen machten ihn zum engagierten Umweltaktivisten.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen selbst erlebte Geschichten sowie Filme und Fotos aus aller Welt, mit denen er globale Zusammenhänge sichtbar macht. Themen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit und ein würdevoller Umgang miteinander prägen seine Arbeit. Seit 2003 ist er als Botschafter für Greenpeace auf ausgedehnten Vortragstourneen unterwegs.
Wann: Montag, den 12.10.2026 um 19 Uhr
Wo: auf der Bühne & Leinwand
Eintritt: 5 Euro (bezuschusster Sonderpreis)
ES GIBT NOCH KARTEN FÜR (FAST) JEDEN INTERESSENTEN, KLIMABEGEISTERTEN UND ALLE NEUGIERIGEN
Vielen Dank an alle Kinobesucher!
Auch im Jahr 2025 sind wir unter den Preisträgern der KINO-PROGRAMM-PRÄMIE für unser hervorragendes Jahresfilmprogramm!!!