70 JAHRE FILMBURG
Perfekter Gesang ebnet den Weg zu Gott. Glauben jedenfalls die Cantorianer-Mönche Benno, Arbo und Tassilo. Und damit die hundert Jahre lang gehüteten Regeln gerettet werden begeben sie sich vom Osten Deutschlands nach Italien. Auf ihrer Reise lauert jedoch das Böse und die Gefahr der Versuchung.
70 JAHRE FILMBURG
Ein Film wie ein Gedicht und in jedem von uns steckt ein Poet. Die Poesie lauert überall, genau wie die Liebe. Und genauso, wie sich jeder von uns verlieben kann, kann auch jeder von uns Poesie schaffen. Dafür muss man nicht klug, nicht
70 JAHRE FILMBURG
Heidi findet in den Schweizer Alpen bei ihrem zunächst mürrischen Großvater ein neues Zuhause, entdeckt die Freiheit der Berge und bringt mit ihrer offenen, fröhlichen Art Wärme in das Leben der Menschen um sie herum. Als sie später nach Frankfurt muss, wächst ihr Heimweh immer stärker, bis ihre Rückkehr in die Berge nicht nur sie selbst stärkt, sondern auch ihrer Freundin Klara neuen Lebensmut schenkt.
6 Mädchen aus 6 Ländern erzählen von ihrer Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben, ihrem Wunsch, sich zu verlieben, ohne Bevormundung, gleichberechtigt, ohne fremde Macht über ihre eigenen Körper.
Wir erleben ihren Trotz und ihr Selbstbewusstsein, ihre Kraft im Kampf gegen gesellschaftlichen Druck und Zwänge, gegen Schönheitswahn und Vorurteile, gegen brutale Traditionen wie Beschneidung, auch angesichts von Trauma und Verlust.
Nach einer wahren Geschichte: Ratzeburg, Ende der 50er Jahre. Eine Kleinstadt an der Grenze zur DDR. Hier unterrichtet der Lehrer Karl Adam und trifft auf eine vaterlose Generation junger Männer und Außenseiter, die nicht wissen, wohin mit ihrer Wut. Doch Adam sieht etwas in ihnen, das sonst niemand sieht. Er setzt sie in einen Ruder-Achter und gibt ihnen mehr als ein Ventil – er gibt ihnen eine Perspektive.
Seit seiner Pensionierung meckert Harry (Joachim Król) nur noch rum, trinkt Weizenbier und pflegt seinen Rittersporn. Findet Lore (Dagmar Manzel). Sie klammert sich an ihren Job als Bibliothekarin, organisiert peinliche Lesungen und verehrt ihre Dichter wie Propheten. Findet Harry. Für ein altes Ehepaar reden die beiden erstaunlich viel – und meinen doch meistens etwas anderes. Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten will, ist der Streit programmiert und doch nur die Spitze des Eisbergs. In vierzig Jahren Ehe sammelt sich einiges an.
Eine kluge Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich nach vierzig Jahren Ehe noch einmal neu begegnen. Bissig, ironisch, sentimental, heiter und zart.
Emil Tischbein (Nicholas Jonah Peter) lebt mit seiner Mutter in einem ostdeutschen Provinzstädtchen. Er ist viel allein, die anderen Kinder schneiden ihn: Emil habe ja noch nicht mal ein richtiges Handy zum Chatten und Daten! Nach einer aus dem Ruder geratenen Mutprobe will Emil nur noch weg, am liebsten gleich nach Berlin zur Oma. Doch bereits die Zugfahrt wird zur Katastrophe, und das ist die Schuld des eiskalten Betrügers Max Grundeis (Merlin Sandmeyer).
Ein malerisches Grundstück an einem See nahe Berlin, Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von den historischen Erschütterungen des 20. Jahrhunderts geprägt sind.
Seit den 1930er-Jahren wechseln seine Bewohner, ein jüdischer Tuchfabrikant, ein Architektenpaar, eine Schriftstellerfamilie. Ihre Lebenswege sind geprägt von Verfolgung und Exil, Krieg und Teilung, Abschied und Neubeginn.
Männerabend zeigt:
Niki (Leo Woodall) war einst Wunderkind am Klavier zerstört eine seltene Erkrankung seinen Traum. Gemeinsam mit seinem Freund Harry (Dustin Hoffman) verdient er sich als Klavierstimmer seinen Lebensunterhalt. Eines Tages gerät Niki ungewollt in einen Einbruch. Er erkennt feinste Schwingungen und Mechanismen im Inneren des Safes. Plötzlich wird ihm bewusst, dass sein außergewöhnliches Gehör ihm eine Fähigkeit verleiht, die ebenso einzigartig wie gefährlich ist.
1949 begeben sich der Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, Schauspielerin und Autorin, Erika (Sandra Hüller) auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern. Es ist der erste Besuch und womöglich auch Letzter, nachdem Thomas Mann 1933 ins Exil ging.
Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste
Am 3. Oktober 2023 steigt Wiebke Lühmann in Freiburg im Breisgau auf ihr bepacktes Fahrrad und fährt los. 20.150 Kilometer liegen vor ihr, 22 Länder und die vielleicht größte Frage von allen: Was passiert, wenn man alles Vertraute hinter sich lässt und einfach startet?
430 Tage später, am 5. Dezember 2024, steht sie am Kap der Guten Hoffnung. Eine Reise, die vor allem von Begegnungen, Unsicherheiten und ihrem ganz persönlichen Abenteuer erzählt. Neben dem Film verarbeitete Wiebke ihre Erlebnisse in ihrem Buch „Immer Richtung Süden“ und hält Live-Vorträge über ihre Erfahrungen.
Einmal nach Syrakus und zurück – davon träumt Paul Gompitz (Charly Hübner). Mit einer Reise nach Sizilien will er auf den Spuren des Dichters Johann Gottlieb Seume wandeln. Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982 und Paul lebt in der DDR. Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern.Paul muss seine Flucht planen. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach auch wieder nach Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne (Lina Beckmann). Paul ersinnt einen verwegenen Plan …
Inge Brandenburg. Aufgewachsen in schwierigen Verhältnissen, frühzeitig gewohnt, auf eigenen Beinen zu stehen, Ende der 1950er Jahre plötzlich als beste europäische Jazzsängerin gefeiert, vom Time Magazin mit Billie Holiday verglichen, auf Händen getragen von den Musikern – und ignoriert und (erfolglos) auf Schlager reduziert von der deutschen Plattenindustrie. Ein Frauenschicksal der 1950er und 60er Jahre, einer Zeit, in der es in Deutschland keinen Platz gab für selbstbewusste Frauen mit überregionalen Träumen, mit dramatischem Interpretationsstil und einer emanzipierten Erotik.
Zu Gast: Marc Böttcher (Filmemacher) und das Harald Rüschenbaum-Trio
In seinem Dokumentarfilm begleitet Regisseur Matthias Ditscherlein die Münchner Musikerfamilie Himpsl auf ihren Reisen um die Welt. Mit ihrer Band „Unterbiberger Hofmusik“ gelten sie seit den 1990er-Jahren als Pioniere der alpinen Weltmusik. Ihr Erfolgsrezept: Sie verschmelzen traditionelle bayerische Klänge mit arabischen sowie türkischen Einflüssen und würzen das Ganze mit einer kräftigen Prise Jazz. So werden ihre Konzert zu lebendigen Orten der Begegnung ...
Für ihr außergewöhnliches Wirken wurde die Band vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik.
Erleben Sie in Kooperation mit der Öko-Modellregion Ostallgäu und der filmburg Marktoberdorf einen packenden Filmabend mit anschließender Podiumsdiskussion rund um nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung.
Es ist die bemerkenswerte Lebensgeschichte der Öko-Aktivistin Dr. Vandana Shiva, wie sie sich den Großkonzernen der industriellen Landwirtschaft entgegenstellte und in der Bewegung für Biodiversität und ökologischer Landwirtschaft zur Ikone wurde. Sie inspirierte so weltweit zu einer Agrar- und Ernährungswende und wurde zu einer der wichtigsten Aktivistinnen unserer Zeit, wofür sie unter anderem den alternativen Nobelpreis erhielt.
Der Film ist inspiriert von einer wahren Freundschaft: Amir ist 31, schwul und gerade aus dem Iran geflüchtet. Agnes ist 101, ein Berliner Original und immer noch zu jung fürs Altersheim (findet sie). Die beiden ziehen zusammen, werden Freunde – und retten einander das Leben.