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Programmbeschreibung

KLASSIK IM KINO: Louis Moreau Gottschalk - Unser amerikanischer Freund am Klavier

1845 prophezeite Chopin im Salon Pleyel in Paris: „Gib mir die Hand, mein Kind. Ich sage Dir, Du wirst der König der Pianisten werden.“ Der junge Mann, den Chopin derart überschwänglich lobte, trug die französischen Vornamen Louis Moreau und den deutschen Nachnamen Gottschalk. Er kam aus einer exotischen Welt, aus New Orleans, und war „multikulturell“ aufgewachsen. Der Vater war spanischer Jude aus England, die Mutter hatte französische Wurzeln und die kreolische Kultur Louisianas hinterließ ebenfalls mehr als deutliche Spuren.
1853 kehrte Gottschalk nach Amerika zurück und eroberte nicht nur seine spanisch- französisch-kreolische Heimatstadt, sondern den gesamten Kontinent von Ost nach West, von Nord- nach Südamerika mit seiner Musik. Sie war inspiriert von Frédéric Chopin und Franz Liszt und wurde durch ihn amerikanisch und kreolisch und nannte sich nicht mehr Sonate, Nocturne und Rhapsodie, sondern Bamboula - Dance des nègres, Le Banjo und Ojos Criollos. 1869 brach Gottschalk nach einem abenteuerlichen Künstlerleben in Rio de Janeiro während eines Konzerts an seinem Flügel zusammen – Ironie des Schicksals: Er spielte gerade sein Stück Morte!! (She is dead). Wenige Tage später starb er am 18. Dezember 1869.

Lassen Sie sich von unserem musikalisch-literarischen Salon in eine musikalische Welt und auf ein biographisches Abenteuer entführen, das schier unglaublich ist und das Sie von Paris über Andalusien nach New York, in den Wilden Westen, in den amerikanischen Bürgerkrieg, in die Karibik und nach Kalifornien führt. Zwischen 1862 und 1865 legte der Künstler 80.000 Meilen zurück und absolvierte in dieser Zeit rund 1500 Konzerte. Von Kalifornien geht es nach Peru und nach Chile, in die Atacamawüste und um die Südspitze Südamerikas nach Argentinien und Brasilien. In Rio de Janeiro endet die Reise in einem ungeheuren Triumph, aber sein Preis ist der tragische Tod des Königs der Pianisten.

Mit Adrian Suciu (Klavier), Fernando Araujo (Bariton) und Joseph Kiermeier-Debre (Erzählung)

Spielzeiten

Sa. 8.10.
19:30 Uhr

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