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Die 12. Allgäuer Filmkunstwochen

„Meine Erfindung ist unverkäuflich. Sie kann für einen gewissen Zeitraum als wissenschaftliche Kuriosität vermarktet werden, hat aber darüber hinaus keinen kommerziellen Wert,“ schrieb Auguste Lumière 1895. Es war die Zeit, in der die Bilder laufen lernten. Lumière hatte sich getäuscht, denn bis heute „läuft bei uns was“ und der Vorhang geht auf für die 12. Allgäuer Filmkunstwochen in Oberstdorf, Bad Wörishofen und Marktoberdorf. Der Bogen spannt sich von der filmischen Entstehungszeit bis zu den aktuellsten Themen der inneren und äußeren Welten wie zum Beispiel „Nicht ganz koscher“, „Märzengrund“ oder „Namaste Himalaya“.

Die Gebrüder Lumière zeigten in ihrem ersten Kurzfilm Arbeiter, die eine Fabrik in Paris verlassen. Die Vorführung war in einem Straßencafé. Das war alles. Doch dieser Tag ging in die Geschichte ein, denn er öffnete eine neue Welt aus Technik, Imagination und Faszination. Die Wirkung der Magie ist bis heute geblieben, auch wenn es dabei stets große Veränderungen gab: 1929 kam der erste Tonfilm nach Deutschland. Der Filmkritiker Victor Klemperer schrieb dazu: „Lehnt den Tonfilm ab; er macht die Musiker brotlos“. Damit sich dies nicht bewahrheitet, zeigen wir zur Eröffnung „Die Kneippkur“, einen Stummfilm von 1923, mit Livemusik!

Wir führen die Erfolgsgeschichte der Filmkunst mit Begeisterung weiter, denn sie ist spürbar in jenem Spannungsfeld, in dem das Kino bis heute lebt: Kunst und Kommerz, Entertainment und Botschaften aus aller Welt. Es ist eine besondere Faszination, die Kinoräume ausstrahlen. Es sind Filmerlebnisse, die im Kinodunkel immer wieder die reale Welt in die phantastischen Sphären bewegter Bilder, Sprache und Musik entschweben lassen. Selbst bei unseren Live-Acts auf der Bühne vibriert diese Zauberkraft mit.

Lassen Sie sich mitnehmen in diese FilmKunstWelt. Das detaillierte Programm der 12. Allgäuer Filmkunstwochen in Marktoberdorf finden Sie hier.

 

Übrigens:

Auguste Lumière starb 1954, zwei Jahre später öffnete die Filmburg ihre Türen. Seit 2008 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

In der Filmburg verbinden wir Moderne und Geschichte in besonderer Weise: durch modernste Projektions- und Tontechnik im historischen Kinosaal.  Was die Brüder Lumière dazu sagen würden...